Hengelo Emsdetten Chojnice
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Das neueste Buch von Stef­fen Möl­ler »Viva War­sza­wa« er­schien 2015 und ist jetzt auch als Ta­schen­buch er­hält­lich bei Piper, 304 Sei­ten ko­sten 10,00 €,
ISBN: 978-3-492-30900-4

über Steffen Möller auf

und auf seiner eigenen Website

siehe auch den Be­richt über den Be­such des Städ­te­part­ner­schafts­ver­eins Ems­det­ten auf der Ver­an­stal­tung des Mi­ni­ste­ri­ums mit Stef­fen Möl­ler am 07.03.2017 in Düs­sel­dorf auf un­se­rer Sei­te:

Steffen Möller am 04.11.2017 in Emsdetten

eine Veranstaltung des Städtepartnerschaftsvereins

Steffen Möller gab Reiseunterricht für Polen und begeisterte seine Anhänger

Steffen Möller in Emsdetten am 04.11.2017

Wer etwas über Polen oder über sozusagen „Auswanderer nach Polen“ erfahren wollte, war bei der Veranstaltung des Städ­te­part­ner­schafts­vereins Emsdetten am Samstag genau richtig. Der Kabarettist, Autor und Schauspieler Steffen Möller machte Polen verständlich und führte das Publikum in die schöne Stadt Krakau, berichtete über Warschau und sagte viel über die Sprache und Mentalität der Menschen in Polen. Dabei gab er auch eigene Erfahrungen zum besten, denn schließlich hat er lange in Polen gelebt und gearbeitet.

Steffen Möller begann mit der schweren polnischen Sprache in Schrift und Aussprache und ließ die Zuhörer am Wort „Entschuldigung“ - przepraszam! auf polnisch - einmal üben, wobei die Emsdettener und Münsterländer sich besonders geschickt anstellten, weil bei diesem Wort vor allem das „r“ besonders „gerollt“ werden muss. Und das können sie ja.

Dabei erfuhren die Zuhörer, dass Möller zunächst für einen Sprachkurs nach Krakau gegangen war und schließlich 1994 dauerhaft nach Polen umgezogen ist. Und, dass er von 2002 bis 2009 in der beliebten Fernsehserie „L wie Liebe“ den deutschen Kartoffelbauern Stefan Müller spielte.

Weiter ging es mit den sogenannten „Fettnäpfchen“, in die man auf keinen Fall treten sollte, wenn man nach Polen fährt. Z. B. Witze über den Papst machen, wobei bei „der Papst“ immer nur einer gemeint ist...

Während des Nachmittags kam – natürlich nur auf Nachfrage von Steffen Möller - heraus, dass sich unter den rund 200 Besuchern viele „Insider“ in der Aula des Gymnasiums befanden, die keine Mühe gescheut hatten, auch weitere Wege z. B. aus Niedersachsen, Ostwestfalen-Lippe, dem Münsterland und dem Sauerland in Kauf zu nehmen. Manch einer konnte auch Ausführungen auf polnisch verfolgen.

Andrang am Büchertisch

Moderiert wurde die Veranstaltung von Manfred Schwegmann vom Städ­te­part­ner­schafts­verein, der zunächst dem Schirmherrn der Veranstaltung und selbstverständlich auch Mitglied des Vereins, Bürgermeister Georg Moenikes, das Wort gab.

Herr Moenikes stellte die weit über 20 Jahre langen städtepartnerschaftlichen Beziehungen mit der polnischen Stadt Chojnice heraus und freute sich, dass sich vor 10 Jahren der Städ­te­part­ner­schafts­verein Emsdetten gegründet hatte, um so auch auf Bürgerebene Kontakte und Freundschaften zu schließen. Dem schloss sich der Vorsitzende des Vereins Christian Erfling gerne an.

Zum Schluss las Möller einen Text mit 550 Wörtern, in dem 50 polnische deutsche Lehnwörter vorkamen, die allee sofort verstehen konnten – ohne jemals in Polen gewesen zu sein. Geschrieben allerdings erkennt man die Worte zumeist nur, wenn man mit der polnischen Schreibweise und Aussprache vertraut ist.

Das hört sich hier vielleicht etwas trocken an, polnische Sprache etwa. Aber die – man kann schon sagen - „Vorstellung“ von Steffen Möller wurde so anschaulich und oft lustig vorgetragen, dass es zu keiner Zeit langweilig wurde. So konnten alle Gäste die kleine Verzögerung des Beginns der Veranstaltung sicherlich verschmerzen, nach dem sie so einen vergnüglichen Nachmittag mit dem Schauspieler und Autoren genossen hatten.

Im Anschluss der Veranstaltung gab es noch die Möglichkeit die Bücher (alle drei Bücher Möllers waren von „Buch und Kunst“ Emsdetten mitgebracht worden) zu erwerben, natürlich auch mit Widmung und Autogramm des Autors. Selfies mit dem Autor selbstverständlich inbegriffen.