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Chojnice

unsere polnische Partner­stadt. Mit gut 40.000 Ein­woh­nern ist sie etwas größer als Emsdetten.

Es ist eine alte histo­rische Stadt, Teile der Stadt­mauer und ein Stadt­tor sind noch erhalten. Nörd­lich ist sehr schöne Natur, viele mit­einan­der ver­bun­dene Seen, große Wäl­der und der Na­tio­nal­park Tucheler Heide.


Auf der Seite der Stadt gibt es zu den Choj­ni­ce­ta­gen auch einen

Presseecho

alles detten online-magazin be­rich­tet auch mit vie­len Bil­dern über die
Chojnicetage 2017

Infozettel

für Chojnice mit Ausflügen in die Tucheler Heide und nach Danzig

Flyer

Hier gibt es noch den
Flyer „Chojnice-Tage 2017“

Chojnice-Tage 2017

24.-25. Juni: in Chojnice mit Ausflügen in die Tucheler Heide und nach Danzig

Während in Breslau an beiden Tagen die 30 Grad-Marke überschritten wurde, war es mit durchschnittlich rund 20 Grad in Chojnice nicht nur kühler, in regelmäßigen Abständen aufkommende Regenschauer machten den Aufenthalt auf dem Marktplatz vor dem historischen Rathaus nicht wirklich zu einem angenehmen Zeitvertreib. An den Abenden war der Platz trotzdem bis in die Seitenstraßen gefüllt mit Menschen. Der veranstaltende Verkehrsverein Chojnice hatte namhafte Größen aus der polnischen Musikszene verpflichten können.

Stadtdirektor Robert Wajlonis bei der Stadtführung

Der Samstag Vormittag war den Stadtführungen vorbehalten. Stadtdirektor Robert Wajlonis hatte es sich nicht nehmen lassen, die Gäste aus Emsdetten in jeweils zwei Gruppen (10 und 11 Uhr) in dem schönen Rathaussaal zu begrüßen. Die Ziegelsteine, mit denen das Rauthaus erbaut wurde, stammen übrigens aus Westfalen. R. Wajlonis gab anhand einer Präsentation alter Ansichtskarten einen Überblick über die Geschichte Chojnices. Mit perfekter Übersetzung in Deutsch durch seinen Sohn Pawel (vielen als Mitglied aus der BigBand Chojnices bekannt) gab es keinerlei Ver­ständi­gungs­probleme. Im Anschluss an den Vortrag schloss sich jeweils ein kleiner Stadtrundgang mit Herrn Wajlonis an. Bei der zweiten Führung organisierte er spontan die Öffnung der Krypta in der Basilika, und alle konnten in der dunklen engen Krypta mit den Gebeinen von Verstorbenen Bekanntschaft machen. Die Besucher erfuhren, dass sie die ersten Besucher Emsdettens seien, die die sonst stets geschlossene Krypta gesehen haben.

Exkurs: Arbeitsgespräch im Rathaus

Während ei­nes Ar­beits­ge­sprä­ches mit den Ver­tre­tern der Stadt Ems­det­ten (Chris­tian Erf­ling, Bri­git­te Kne­bel-Rich­ter und Mar­git Rich­ters), dem Städ­te­part­ner­schafts­ver­ein Ems­det­ten, El­ke Hüls­köt­ter vom Fo­to­club Crea­tiv und Bür­ger­mei­ster Fin­ster wur­den ei­ni­ge wich­ti­ge The­men angesprochen wie z.B. der Emsdettener September. Bürgermeister Finster stellte in Aussicht, in diesem Jahr wieder persönlich nach Emsdetten zu kommen und eine etwa 40köpfige Delegation mitzubringen.- Christian Erfling überbrachte Grüße von Bürgermeister Moenikes und sprach die Einladung für den Emsdettener September aus. Er sprach das Programm in Emsdetten an und sagte, dass ein Tagesausflug nach Düsseldorf in den Landtag bereits fest gebucht für die polnischen Gäste sei.

Bernd Lohmann verteilte den noch druckfrischen Vereinsflyer, der gerade in polnischer Sprache erschienen ist. Auf den Innenseiten könne jetzt jeder in Chojnice eine kurze geschichtliche Beschreibung der Partnerstädte finden. Der Verein hoffe,mit diesem Flyer Chojnicer Bürgern leichter Informationen zu geben.Elke Hülskötter überreichte für den Fotoclub das Jubiläums-Fotobuch, das anlässlich des 20 jährigen Bestehens des Fotoclubs entstanden ist. Sie bedankte sich auch für die vielfältige Unterstützung der Fotografen seitens der Stadt Chojnice.

Die Vertreterinnen der Stadt Emsdetten, Frau Knebel-Richter und Frau Richters, sicherten einer Schule in Chonice jegliche Hilfe bei einem Austausch zwischen den Schulen Emsdettens und Chojnices zu. So kam die Idee auf, bereits zum Emsdettener September zusammen mit einer Lehrerin aus Chojnice und einigen Schülern Emsdetten zu erkunden, die Stadt und die Schulen, aber auch die Umgebung kennen zu lernen.

Bürgermeister Finster berichtete über verschiedene wichtige Projekte in Chojnice. Den Umbau des Kulturhauses, die Renovierung des Bahnhofes u. v. a. m. Er betonte, wie froh und glücklich er sei, dass solche Projekte von der EU gefördert würden. Auch die politische Situation ließ er nicht außer acht. Das größte aktuelle Problem wäre, dass die derzeitige Regierung versuche, durch die Hintertür ihre Leute in den Städten und Gemeinden zu etablieren. Sie planten ein Gesetz, das Ämter, wie z. B. das Bürgermeisteramt, auf zwei Wahlperioden begrenzt werden. Dies hätte zur Folge, dass 2/3 der Bürgermeister in den Städten und Gemeinden in der Zukunft nicht mehr politisch tätig sein könnten. Auch ihn könne es treffen, der mittlerweile die 5. Wahlperiode angetreten habe, aber auch Bürgermeister vieler großer Städte in Polen. In den Selbstverwaltungsorganen gäbe es einen einhelligen heftigen Widerstand dagegen.

Am Samstag Nachmittag konnten sich die Emsdettener im Rahmen einer Rundfahrt durch die Umgebung von der Schönheit der Tucholer Heide überzeugen. Nach einer kurzen Unterbrechung am Charzykowy See ging es zu einem Wanderparkplatz in Male Swornegacie. Über die Hälfte der Teilnehmer griffen den Vorschlag des Vereins, eine Wanderung durch das Naturschutzgebiet zu machen, gerne auf. Ewa, die Wanderführerin aus Chojnice, überzeugte alle - und dies mit guten Deutschkenntnissen - von der Vielfalt der Landschaft. Ziel und Höhepunkt war das Naturdenkmal die 600 Jahre alte Eiche, die mit 25m Höhe und fast 7 m Stammumfang beeindruckte. Der andere Teil der Gruppe verbrachte den Nachmittag in dem Örtchen Swornegacie. Hier konnte man einkehren, die Landschaft genießen oder auch das Heimatmuseum besuchen.

Höhepunkt und Abschluss der Rundreise war ein gemeinsames Abendessen im Restaurant Mylof. Alle Gäste ließen es sich bei Fischsuppe, gefüllter Forelle, Salat und Fritki gut gehen. Erstaunlich, wie schnell und gut die Wirtin die Organisation der mittlerweile (mit polnischen Gästen) auf 135 Teilnehmer angewachsenen Gruppe, voll im ‚Griff hatte. Winkend wurden die Gäste herzlich von ihr verabschiedet.

Eine Überraschung gab es aber dann doch noch: Vollbremsung auf der landstraße nach Charzykowy als der Busfahrer die „Camper“ nach Hause brachte: 2 Stiere wollten im Galopp die Straße überqueren. Es ist Gott sei Dank nichts passiert.

Forellenessen in Mylof

Der Ausflug am Sonntag nach Danzig war der letzte Programmpunkt der Reise des Städtepartnerschaftsvereins. Auch hier begeisterten wieder die gut informierten Stadtführer. Einige fuhren mit dem Schiff, andere besichtigten das gerade eröffnete sehr beeindruckende Museum II. Weltkrieg – auch mit dem Ziel, die sehr ausgewogene und umfassende Ausstellung noch zu sehen, bevor die jetzige Regierung diese Ausstellung ändern wird. Sie will künftig den Inhalt auf die Darstellung der Leiden und Heldentaten ausschließlich der Polen legen.

Der Abend war wieder dem Bühnenprogramm vorbehalten. An allen Tagen gab es ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm, bei dem am Samstag Abend die vielen auch aus Emsdetten bekannte BigBand Chojnice aufgetreten ist.

Der Städtepartnerschaftsverein hatte seinen traditionellen Stand auf dem Marktplatz mit der Waffelbäckerei sowie Informationsmaterial aus Emsdetten. Auch ein Glücksrad konnte viele Kinder mit kleinen Gewinnen erfreuen. Trotz vieler Regenschauer erfreute sich der Stand großer Beliebtheit. Zwischendurch gab es gute Gespräche mit Deutschen und Polen.

Alle Teilnehmer haben ihre Partnerstadt kennen gelernt, die Menschen, die schöne Umgebung und nicht zuletzt den Tausend Jahre Park.