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Chojnice

Viele aktuelle informa­tionen fin­den Sie auf der offi­ziel­len Inter­net­seite der Stadt Chojnice. Hier fin­den sich auch zahl­reiche weiter­führende Links.

Verkehrsverein Region Chojnice

tourisches Angebot von Chojnice und der Region, leider nur auf polnisch:

Chojnice-Tage 2017

Alle Details zur Fahrt des Städ­te­part­ner­schafts­ver­eins Ems­det­ten nach Choj­nice fin­den sich im ge­ra­de er­schie­nenen Flyer:

(PDF, 2 S. DIN A4, 1,8 MB)

20.04.2017 Besuch aus Emsdetten in der Partnerstadt Chojnice

Bernd und Brigitte Lohmann zu Vorbereitungsgesprächen für die Chojnice-Tage 2017 in Chojnice

Der Städ­te­part­ner­schafts­ver­ein Emsdetten stellte während eines Besuch in Polen am 20. April im Rathaus in Chojnice sein ge­plan­tes Pro­gramm für die Chojnice­tage vor. Das ausführ­liche Gespräch dauerte rund 1 ½ Stunden. Teil­neh­merinnen und Teil­nehmer des Gesprä­ches waren der stell­ver­tre­tende Bür­ger­mei­ster Edward Pietrzyk und Joanna Gappa (Stadt­ver­wal­tung Chojnice), Henryk Ossowski und Adriana Kosecka (Städ­te­part­ner­schafts­ver­ein Chojnice) und Brigitte und Bernd Lohmann (Städ­te­part­ner­schafts­ver­ein Emsdetten).

Brigitte Lohmann überreicht Bürgermeister Finster u.a. einen Brief von Bürgermeister Moenikes

Bürgermeister Dr. Finster begrüßte die Anwesen­den und nahm einen Grußbrief von Bür­ger­mei­ster Moenikes (Emsdetten) sowie einige Jahr­bücher aus dem Jahr 2016 der Stadt Emsdetten entgegen.

Brigitte und Bernd Lohmann richteten Grüße von Christian Erfling und dem Städ­te­part­ner­schafts­ver­ein Emsdetten aus. BM Pietrzyk freute sich über den Besuch aus Emsdetten.

Zunächst informierten Brigitte und Bernd Lohmann über das Programm und den Zeitpunkt der geplanten Jugendreise von Peter Ullrich (Rockinitiative) vom 14. bis 19. Juni 2017 mit Jugendlichen aus Emsdetten und Hengelo sowie der Gruppe Knalleffekt aus Emsdetten. Dabei kam zur Sprache, dass die finanzielle Förderung noch nicht gesichert sei.

Hauptgesprächspunkt waren jedooch die Choj­ni­ce­ta­ge 2017. Brigitte Lohmann verteilte den Flyer des Vereins zu den Choj­nice­ta­gen und stellte aus­führ­lich das Pro­gramm der Bus­reise vor. Über­rascht wa­ren alle, dass es wieder gelungen ist, 86 Teilnehmer zu mobi­lisieren. Darüber hinaus nehmen auch 31 Teil­nehmer der Camping­reise des Vereins, die mit Wohn­wagen und Wohn­mobilen auf dem nahe gelegenen Camping­platz am Charzykowysee übernachten, an den Chojnice­tagen teil.

Bürgermeister Pietrzyk sagte, dass es noch kein offizielles Programm für die Choj­ni­ce­ta­ge gäbe. Fest stehe aber, dass die Choj­ni­ce­ta­ge in diesem Jahr am Freitag, den 23. Juni, am Abend um ca. 18 oder 19 Uhr eröffnet würden. Am Samstag, 24. Juni, würden die Choj­ni­ce­ta­ge ohne weitere offizielle Eröffnung ab 10 Uhr weitergeführt. Für 12 Uhr ist die Inthronisation des Schützenkönigs geplant.

Zu den gewünschten Stadtführungen sagten Adriana Kosecka und Henryk Ossowski ihre Hilfe zu. Auch der Rathaussaal soll möglichst in die Führung integriert werden.

Die Familie Lohmann informierte, dass am Samstag Nachmittag der Städ­te­part­ner­schafts­ver­ein einen Ausflug zunächst zum Charzykowy See und anschließend einen Spaziergang in die Tucheler Heide (ab Male Swornegacie) anbietet. Darüber hinaus würden die Busse zum Kaffeetrinken nach Swornegacie fahren. Ab 18 Uhr sei ein Abendessen in einem Restaurant bei Mylof vorgesehen. Über eine Teilnahme aus Chojnice würde man sich freuen. Selbstverständlich seien auch die ausländischen Gäste aus den Partnerstädten in Weißrussland und der Ukraine zu den Ausflügen eingeladen. In diesem Zusammenhang informierte Bürgermeister Pietrzyk, dass aus der Partnerstadt Mosyl einige Gäste erwartet würden, jedoch aus der Ukraine höchstens zwei Personen. Er persönlich werde direkt nach den Choj­ni­ce­ta­gen mit den Gästen aus Mosyl zu einem Besuch nach Weißrussland fahren.

Mit großem Interesse verfolgten die Teilnehmer des Gesprächs auch die einzelnen Ziele der Campingreise und Joanna Gappa meinte, bald kennen die Emsdettener Polen besser als sie.

Kurz wurde auch der Emsdettener September angesprochen. Soweit waren die Planungen in Chojnice allerdings noch nicht gediehen. Der Städ­te­part­ner­schafts­ver­ein, so Brigitte Lohmann, plant für den Freitag einen Ganztagesausflug nach Düsseldorf. Dort könne der Landtag besucht werden und auch ein Mittagessen eingenommen werden. Das kam bei den Chojnicern gut an. Ansonsten steht noch kein Programm fest, aber es wird wie immer sein.

Zum Sternschnuppenmarkt 2017 (8. bis 10. Dezember 2017) seien wieder zwei Hütten des Vereins auf dem Markt geplant, wieder ein Stand mit der polnischer Bäckerei mit Jacek Plazek und ein Stand mit Informationen und Bilderschauen des Vereins.

Zum Schluss des Gespräches informierte Brigitte Lohmann BM Pietrzyk, der immer interessiert aus Nachrichten aus Emsdetten ist, über die neuesten Ereignisse aus Emsdetten: Bunte Blumenpracht für die Innen­stadt­akteure, Agenda Älterwerden, Land­tags­wah­len am 14. Mai 2017, Förder­bescheid Breit­band­ausbau, Emsdetten als TOP 100-Kommune u. v. a. m.

Im Anschluss daran entspann sich noch eine lebhafte Diskussion über die Situation in Polen. Es wurde insbesondere berichtet, dass am 6. Mai die komplette Selbstverwaltung aus Chojnice und vielen anderen Städten nach Warschau fahre, um dort zu protestieren. Vor allem gegen die Eingriffe und Einmischung der PIS in die Selbst­ver­wal­tung der Kommunen. So wolle man, dass die Arbeit von Ausschüssen ausschließlich von Parteien gemacht werden dürfe. Die PIS wolle nur politische Gruppen, keine unabhängigen oder „normalen“ bzw. parteilosen Bürger. Darüber hinaus sollen alle Mandatsträger nur zwei Wahlperioden erfüllen dürfen.

BM Pietrzyk sagte, die PIS verhalte sich wie Kleinkinder – z.B. bei der Wahl von Donald Tusk. Pietrzyk: Wenn man heute sagt, dass jemand sich lächerlich gemacht hat, sagt man einfach: 27:1 – das versteht jeder in Polen.

Weiter kam das Gespräch auf die neue (eigentlich die alte!) Schulreform, die sehr viele Eltern und Lehrer stark verunsichere. Sie sieht vor, dass die Kinder acht Jahre lang gemeinsam zur Schule gehen und sich erst danach die weitere Laufbahn entscheide. Kinder, die jetzt im Gymnasium sind, dürfen noch 1 oder 2 Jahre dort hin gehen, dann müssen sie sich „umschulen“ lassen. Vor 17 Jahren habe es schon einmal eine Schulreform gegeben, die mit sehr viel Arbeit für das Lehrpersonal verbunden war. Viele Erfolge habe es gegeben, vor allem war Polen von da an besser vergleichbar mit Europa und habe auch gute Ergebnisse erzielen können. Nun soll die Entwicklung rückwärts gehen.

Am Nachmittag wurden die Möglichkeiten für den geplanten Ausflug in die Tucheler Heide vor Ort recherchiert. Auch eine gut einstündige Wanderstrecke wurde zusammen mit der ortskundigen Naturführerin Ewa getestet und für mehr als gut empfunden! Ewa wird uns auch im Juni dort sachkundig begleiten. Als Alternative für Nicht-Wanderer beitet sich ein Aufenthalt in Sowrnegacie an, Kaffeetrinken und Kuchen essen möglich, ebenso ein Besuch des Heimatmuseums.

Auch die gebuchten Hotels wurden zwecks Klärung einiger Details besucht, selbst für kurze Besuche bei Freunden in Chojnice blieben Bernd und Brigitte noch etwas, wenn auch wenig Zeit. Zum Abschlus hatte sie der Vorstand des Chojnicer Städ­te­part­ner­schafts­ver­eins zu einem Abendessen in das Hotel „Na Skarpje“ in Charzykowy eingeladen.

Exkurs: Am Dienstag nach Ostern waren Brigitte und Bernd Lohmann nach Polen aufgebrochen und haben zunächst den Ort Swinemünde auf Usedom besucht und auf dem dortigen Campingplatz „Relax“ übernachtet. Bei strahlendem Sonnenschein, jedoch eisigem Wind, besichtigten sie den Strand und die schönen Promenaden. Große Bauvorhaben konnten beobachtet werden. Alle Bauten stellen sich auf zunehmenden Fremdenverkehr ein. U. a. baut Radissen Blue ein großes Hotel direkt am Strand. Nicht nur als zweite Station für die diesjährigen Campingreisenden ist Swinemünde interessant, sondern durchaus ein Ort, wo vielleicht bei der Fahrt nach Chojnice im Jahr 2018 Zwischenstation gemacht werden könnte.

Am Mittwoch morgen reisten Lohmanns weiter nach Charzykowy zum Campingplatz „Paradiese“. Eigens nur für sie hatte der Platzwart ein Badezimmer mit Toilette aufgeschlossen.